Sheila

  • Beitrags-Kategorie:Meine Bewohner
  • Beitrag zuletzt geändert am:7. Februar 2023
  • Lesedauer:3 min Lesezeit
Sheila
Sheila

Am 02.11.22 erhielt ich einen Anruf von der Tierklinik, das im Celler Tierheim eine Hündin sitzen würden, die schwer an Diabetes erkrankt ist. Aufgrund dieser Erkrankung ist sie innerhalb weniger Tage (ca. 2 Wochen) komplett erblindet. Dieses schnelle Verlieren ihres Augenlichts führte dazu, dass sie sich immer mehr zurückzog, vermehrt in einer Ecke saß und es schien als würde sie sich aufgeben… Diesen Zustand wollten die Tierheim-Mitarbeiter, denen Sheila sehr am Herzen liegt, nicht mehr mitansehen und suchten nach einer Alternative. Sie wünschten sich nur eines: Sheila soll LEBEN und die Zeit, die ihr noch bleibt, genießen…

Sheila ist ca. 2014 geboren und eine American-Staffordshire Mischlings Hündin. Sie kam im März 2022 als Fund Tier ins Tierheim, da sie ausgesetzt wurde. Wie lange sie bereits umher irrte, ist nicht bekannt. Im Tierheim wurde dann ihr Diabetes diagnostiziert und seitdem bekommt sie 2x täglich Insulin gespritzt.
Aufgrund ihres Gesäuges ist davon auszugehen, dass sie bereits einige Welpen zur Welt gebracht hat. Sie ist superlieb zu Menschen und braucht VIEL Kuscheleinheiten.
Am 04.11.22 holte ich sie zu uns ins Tierhospiz. Sie warteten bereits draußen mit Sheila. Zunächst nahm sie mich nicht wahr, da sie noch den Geruch einer Katze in der Nase hatte (denn diese funktioniert noch) Doch plötzlich freute sie sich und nahm mich richtig in den Arm und gab mir viele Küsschen, das war sehr herzergreifend. Als wir zu Hause ankamen, lief sie sofort in Richtung unseres Haupttores und ebenso die Richtung zu ihrer Zimmertür (und wir haben einige davon) war korrekt, und dass, obwohl sie ja überhaupt nichts mehr sehen kann.
Ich betone ja immer wieder, dass die Tiere, die wir aufnehmen, bereits im Vorfeld wissen, dass sie zu uns kommen. Und doch bin ich immer wieder tief berührt, wenn ich miterleben darf, dass manchmal bereits sehr schnell eine Art Vertrautheit besteht, als wenn man aufeinander gewartet hat.
Nun lebt sie bei uns so lange, bis ihre Zeit gekommen ist und bis dieser Zeitpunkt gekommen ist, zeige ich ihr die Welt mit meinen Augen und schenke ihr mein Augenlicht, damit wir gemeinsam durchs Leben gehen können.